Tödlicher Kletterunfall am Kaitersberg am 1.06.2014

Quelle: www.polizei.bayern.de/oberpfalz/news/presse/aktuell/index.html/201190


Tödlicher Kletterunfall am Kaitersberg

BAD KÖTZTING.
Gestern ereignete sich am Kaitersberg ein tödlicher Kletterunfall. Zwei weitere Personen wurden leicht verletzt.

In den Nachmittagsstunden des 01.06.2014 führte die Bergwacht Furth im Wald am Kaitersberg, Steinbühler Gesenke, in der Nähe der Kötztinger Hütte, eine Klettertour durch. Die Klettergruppe bestand aus insgesamt neun Personen. Gegen 16.00 Uhr befanden sich mehrere Gruppenmitglieder auf einem Felsplateau, das sich in einer Höhe von ca. 20 Metern befindet.

Nach bisherigem Ermittlungsstand löste ein Kletterer der Gruppe, der sich in einer vom Plateau wegführenden Klettertour befand, einen größeren Felsblock. Dieser fiel aus einer Höhe von ca. 7 Metern auf das Plateau und traf dabei ein 20-jähriges Gruppenmitglied.

Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb die junge Frau nach der Bergung durch einen Rettungshubschrauber. Durch nachfallendes Gestein wurden zwei andere Gruppemitglieder , eine 17-Jährige sowie ein 20-Jähriger, leicht verletzt und vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Mittlerweile konnten sie dieses wieder verlassen.

Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Medienkontakt: PP Opf., Hartl KHK,
Tel.: 0941/506-1014 Veröffentl. am 02.06.2014, 16.20 Uhr


Anmerkung:
Der tragische und tödliche Kletterunfall ereignete sich im Teilgebiet "Glasscherbenviert´l", einem eher gut abgesicherten Anfängergebiet, welches auch gerne von Kletterkursen, Familien mit Kindern od. den hiesigen Bergwachtbereitschaften zur Ausbildung besucht wird.

Die Routen dort bestehen seit 1997. Vorfälle, wie dieser gab es meines Wissens nach im Bayerwald noch nie,
genau so, wie einen tödlichen Kletterunfall in den letzten gut 100 Jahren, in denen am Kaitersberg geklettert wird.

Leider wird dieses Teilgebiet heuer zudem einem nach meiner Meinung nach nicht nachvollziehbarem "Scheuklappennaturschutz" zum Opfer fallen, denn es wird heuer im Jahresverlauf noch zu einer ganzjährigen Sperrung wg. dem Luchs kommen. Entsprechende Verordnungen sind aktuell in Vorbereitung/Bearbeitung.

Inwieweit der tagelang zuvor anhaltende und starke Regen in der Region dies möglicherweise begünstigt hat
od. auch das Erdbeben in der deutsch-bömischen Grenzregion wenige Tage zuvor, darüber kann man nur spekulieren, genau so, warum so ein junges Kletterleben zu leben aufhören mußte ...
auf die Frage nach dem unbegreiflichen "Warum ?" wird wie immer im Leben wohl nie beantwortet werden können ...

Mein / unser Beileid gilt den Eltern und den Freunden,
die Red. Ch. Hartl

 

 


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