Massentourismus am Mont Blanc mit Problemen

Die durch den Massenansturm am Mont Blanc ausgelöste Verschmutzung entzweit derzeit die Mont Blanc Gemeinden.


"Der Gletscher war vom Urin der Touristen gelb gefärbt", klagte der Bürgermeister Jean-Marc Peillex der französischen Gemeinde Saint-Gervais zu Füßen des Mont Blanc Massivs. Denn vor einem Monat ist er während eines Aufsichtsrundflugs mit dem Hubschrauber sind inmitten von Fäkalien gelandet.

Osteuropäer und Asiaten würden den höchsten Berg Europas überrennen und hinterlassen gemeinsam mit der ohnehin schon großen Zahl an westeuropäischen Bergsteigern zu viel Müll am Berg.

"Der Mont Blanc ist in Gefahr. Dieses Jahr ist eine Rekordzahl an Bergsteigern gemeldet worden", sagte Peillex laut der der römischen Tageszeitung "La Repubblica". Er möchte nun Eintrittskarten einführen und so das Problem in den Griff bekommen.


Proteste aus Italien und Frankreich

Der jüngste Vorstoß von Peillex löste bei seinen italienischen Kollegen und bei nachbargemeinden heftige Proteste aus. Sie wollen, dass der Berg Eintrittsfrei bleibt.

Auch die Umweltorganisation Mountain Wildness spricht sich klar gegen Permits aus und sieht in der zunehmenden Verbauung einen viel größeren Schaden.

Die Diskussion ist derzeit voll noch im Gange. Man darf gespannt sein, ob und ab wann es die ersten Permits für den Mont Blanc geben wird. Ob man damit die Gletscher wieder weiß machen kann, darf bezweifelt werden. Besser wäre das Aufstellen von Sanitäranlagen entlang der Aufstiegspur, analog zu den viel besuchten Klettergärten in Italien.


Qulleen:
La Rupblica
L’express
orf.at


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