147 Lawinentote in den Alpen

Quelle: APA, DPA

Die Zahl der tödlichen Lawinenunfälle in den Alpen hat in der zu Ende gehenden Saison einen traurigen Rekord erreicht. 147 Menschen starben nach Angaben des Deutschen Alpenvereins in den Schneemassen. In Österreich kamen nach APA-Recherchen 37 Menschen ums Leben, um fünf mehr als in der Vorsaison, als ebenfalls schon mehr Menschen den "Weißen Tod" fanden als im langjährigen Durchschnitt.

Die Zahl der Todesopfer in allen Alpenländern über dem langjährigen Durchschnitt. In Bayern gab es drei Tote. Wegen der schlechten Schneelage seien die Skitourengeher aber vielfach in höhere Regionen der Nachbarländer ausgewichen.

Dennoch seien die Unfallzahlen nicht alarmierend, betonte der DAV. Denn die Zahl der Wintersportler außerhalb gesicherter Pisten habe in den vergangenen Jahren kräftig zugenommen. Skitourengehen sei keine besonders gefährliche Sportart, erläuterte Stefan Winter, DAV- Ressortleiter Breitensport. Im langjährigen Mittel liege das Todesfallrisiko nach DAV-Berechnungen bei 0,51 pro einer Million Sportstunden. Beim Baden und Schwimmen hingegen liege das Todesrisiko bei 1,07 pro einer Million Stunden. Der DAV zog bei der Berechnung unter anderem eine Befragung seiner Mitglieder über Dauer und Zahl ihrer Skitouren heran.

Walter Würtl, Lawinenexperte des Österreichischen Alpenvereins, führt die große Zahl an Opfern einerseits auf den schneearmen Winter samt schlechtem Aufbau der Schneedecke und dadurch bedingt häufigerer Lawinenabgänge zurück, andererseits auf Mängel beim Equipment. "Heuer fiel auf , wie schlecht die Lawinenopfer ausgerüstet waren", erklärte der Fachmann in einer Aussendung.


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