Arved Fuchs kommt nach Furth i. W.

Ultima Thule - Expedition ins Land der weißen Wölfe – Kombination aus Dia- und Videomaterial

Quelle: Further Bergwoche, Arved Fuchs, Wikipedia

am 31. Januar 2009 um 20:00 Uhr im Rahmen der Further Bergwoche
im Tagungszentrum in Furth i. W.

Eintritt: VVK  14 € 
             Abend 15 €

Weitere Infos:
Tagungszentrum Furth im Wald
Chambaue 1
93437 Furth im Wald
Tel.: 09973 - 9270
Fax: 09973 - 9278
eMail: info@tagungszentrum-furth.de 
Internet: www.further-bergwoche.de


Ultima Thule - Expedition ins Land der weißen Wölfe




Schon die beiden Polarforscher Robert Peary und Dr. Frederick Cook wählten die zehntgrößte Insel der Welt als Ausgangspunkt ihrer historischen Nordpolexpeditionen im Jahre 1909. Fuchs selber startete 1989 als Mitglied einer internationalen Crew von der Nordküste der Insel aus seinen rund 1000 Kilometer langen Marsch zum Nordpol.
Im Jahr 2006 bildeten historische Aspekte den Hintergrund der Ultima-Thule-Expedition. Während der strapaziösen Tour entlang der Nordküste der einsamen Insel musste das Team Tiefsttemperaturen von unter -40 °C ertragen. Während der 44 Tage waren sowohl die Skiläufer als auch die elf Schlittenhunde extremsten Bedingungen ausgesetzt, so dass das gesamte Team täglich bis an seine Grenzen gehen musste. Doch die Strapazen lohnten sich, denn Fuchs fand Steinmänner der Peary-Expedition und wurde in den ersten Tagen von einem Wolfsrudel begleitet. Dies stellte zwar eine erhebliche Gefahr für die Schlittenhunde dar, war jedoch ein unvergessliches Naturschauspiel.
In einer packenden Schilderung der Expedition lässt Arved Fuchs den Zuschauer eintauchen in die eiskalte Natur der Hoch-Arktis im Norden Kanadas. Lassen Sie sich fesseln von den packenden Berichten einer spannenden und strapaziösen Hundeschlittenexpedition - präsentiert von Arved Fuchs in einer ungewöhnlichen Kombination aus Dia- und Videomaterial.



Arved Fuchs
- geboren 26.04.1953 in Bad Bramstedt. Nach der Schule Ausbildung bei der Handelsmarine, Studium der Schiffsbetriebstechnik an der FH Flensburg, anschließend Wechsel in die Selbständigkeit.

* erste Expedition 1977: Befahrung der Flüsse De Pas und George River in der kanadischen Provinz Quebec mit traditionellen indianischen Kanus sowie mit einfachsten Mitteln. Dauer zwei Monate - über die Expedition entstand ein erster Film beim NDR.
* Borneo-Expedition 1978: mit Longboats und zu Fuß durchquert Fuchs den indonesischen Teil der Insel bis zur Grenze nach Sarawak und zurück, dabei Bestandsaufnahme des Holzeinschlags im tropischen Regenwald sowie deren Auswirkungen auf die Umwelt und die Ureinwohner
* 1979: Reise an die Westküste Grönlands mit ausgedehnten Solotouren entlang des Inlandeises
* 1980: erster Versuch, den Nordpol zu erreichen - Fuchs scheitert und unternimmt Solotouren in der kanadischen Arktis und wird im Arctic Survival durch befreundete Inuit unterrichtet
* 1981: Solo-Expedition in der kanadischen Arktis - der Versuch, von Resolute Bay nach Grise Fjord zu laufen, wird unterbrochen, da ein Eisbär das Zelt und den Schlitten zerstört und Teile des Proviants frisst. Weiterhin zahlreiche Touren mit Inuit und anschließend Atlantiküberquerung mit dem 14 Meter langen Segelboot "Golden Goose" von Lake Huron nach Hamburg
*1982: verschiedene Touren an der Nordwestküste Kanadas, Yukon und den Ragged Range
* 1983: auf den Spuren der Wegener-Expedition von 1931 unternimmt Fuchs eine Hundeschlittenexpedition 
über das grönländische Inlandeis - in 70 Tagen gelingt es, das Eis auf einer teilweise bis dahin unbegangenen Strecke zu queren
* 1984: die erste und bis heute einzige Winterumrundung Kap Hoorns mit einem Faltboot gelingt. Weiterhin bereist er mit drei Freunden den Nahanni-Fluss im Norden Kanadas von der Quelle bis zur Mündung in traditionellen Kanus
* 1985: Kajakexpedition zum magnetischen Nordpol, darunter eine zweiwöchige Drift auf einer Eisscholle
* 1986: Expedition zur "Wiege der Stürme" - mit Faltbooten durch die Inselgruppe der Aleuten / Alaska sowie Bergtouren durch Patagonien und Feuerland
* 1987: zweite Borneo-Expedition - erneute Bestandsaufnahme und Veröffentlichungen über die Auswirkungen der Brandrodung und des Holzeinschlags - Versuch der Nordseeüberquerung mit Faltbooten von England aus - wegen schlechten Wetters wird der Versuch nach zehn Tagen auf See abgebrochen
* 1988: Feuerland-Expedition - mit Faltbooten von Punta Arenas bis nach Puerto Williams (Beagle Canal)
* 1989: Expedition "ICEWALK" - unter extremsten Bedingungen, bei Temperaturen bis zu -52 °C, kämpft sich ein internationales achtköpfiges Team in 56 Tagen rund 1000 Kilometer über das Packeis zum geographischen Nordpol. Die Expedition steht unter der Schirmherrschaft der UNO. Parallel zur Expedition wird in der Arktis ein internationales Jugendcamp eingerichtet, in dem Jugendliche leben und unter der Anleitung von Wissenschaftlern Schadstoffuntersuchungen durchführen.
* 30.12.1989: Arved Fuchs erreicht zusammen mit dem Südtiroler Reinhold Messner den Südpol und ist damit der erste Mensch, dem es gelungen ist, innerhalb eines Jahres auf Ski sowohl den Nordpol als auch den Südpol zu erreichen. Im Verlauf der Expedition gelingt es erstmals zwei Menschen, den gesamten antarktischen Kontinent zu Fuß zu durchqueren, in nur 92 Tagen legen beide über 2.500 Kilometer zurück.
* 1991 - 1994: die bislang längste Expedition. Mit dem Haikutter "Dagmar Aaen" will Fuchs den Nordpol auf der historischen Route umrunden. Zum ersten Mal darf zu Beginn der Expedition die russische Arktis von einem westlichen Schiff befahren werden. Zwei Jahre lang verbringt die Expedition in den von politischen Umsturzversuchungen erschütterten Land, segelt in das bis dahin streng verbotene Franz-Josef-Land auf 81° nördlicher Breite und überwintert eingefroren im Eis des Jennissei. Wegen extremer Eisverhältnisse muss die Crew 1992 auf Höhe des Kap Tscheljuskin nach Norwegen umkehren. Nach der Überwinterung in Tromsö durchsegelt die Mannschaft im Folgejahr 1993 due Westküste Grönlands bis nach Thule und anschließend die legendäre Nordwestpassage, wobei das Schiff schwersten Eispressungen ausgesetzt wird. 1994 erfolgt ein weiterer Vorstoß nach Sibirien, bevor das Schiff nach Vancouver segelt und die Expedition abschließt.
* 1995/96: Die Expedition "Zwischen Tropen und ewigem Eis" ist die Vollendung von Roald Amundsens Idee der Umrundung beider Amerikas. Die "Dagmar Aaen" durchquert die Nordwestpassage, segelt durch den Pazifik und erreicht Patagonien. Erstmals wurde in 42 Tagen das patagonische Inlandeis von einer Expeditionsmannschaft durchquert. Mit dem Passieren des Kap Hoorn und der Rückkehr nach Hamburg hat der Kutter und die Mannschaft den amerikanischen Doppelkontinent erfolgreich umrundet.
* 1997/98: Expedition "Arctic Passages" - Fuchs will Routen historischer Expeditionen auf Spitzbergen und in Ostgrönland nachvollziehen und dokumentieren. Der erste Abschnitt "ICEFLY" befasst sich mit der 100-jährigen Wiederkehr der Gasballon-Fahrt des schwedischen Forschers Andrée. Es folgt "Greenland Challenge" - von Spitzbergen aus segelt "Dagmar Aaen" über Island nach Ostgrönland und befindet sich auf den Spuren der "2. Deutschen Nordpolexpedition" aus dem Jahr 1869/70, nach einer schwierigen Eisfahrt verbringt das Schiff den Winter an der unwirtlichen Ostküste Grönlands. Eine 60-tägige Skitour führt ein vierköpfiges Team bis zum 77. Breitengrad, wo Überreste der historischen Expedition gefunden werden.
* 2000: Mit der "James Caird II" bezwingt Arved Fuchs das härteste Meer der Welt und empfindet die Shackleton-Expedition nach, durchquert dabei die Eishölle Südgeorgiens.
* 2002: Im vierten Versuch bezwingt Fuchs die Nordostpassage entlang der sibirischen Küste
* 2003: Vom Winterlager der "Dagmar Aaen" in Dutch Harbor aus segelt Fuchs zur Inselgruppe der Aleuten, erforscht die Inseln, die wegen der Vielzahl an noch aktiven Vulkanen auch "Ring of Fire" genannt werden - noch im Sommer 2003 geht es durch die Beringstraße in die Nordwestpassage, das Schiff muss den arktischen Winter in Cambridge Bay verbringen.
* 2004: die Durchquerung der Nordwestpassage gelingt buchstäblich in letzter Sekunde - damit vollendet Fuchs die komplette Nordpolumrundung nach fast zweieinhalb Jahren
* 2006: Arved Fuchs bereist die zehntgrößte Insel der Welt, die Ellesmere Island, mit einem Hundeschlittengespann und auf Skiern. Bei Temperaturen von unter -40 °C begegnet das Team einem seltenen Rudel Polarwölfe und findet historische Monumente der Peary-Expedition von 1906. Im Sommer folgt eine ausgedehnte Expedition mit dem Haikutter an die Ostküste Grönlands, um den stetig fortschreitenden Klimawandel zu dokumentieren.
* 2007: Vom Flensburger Museumshafen aus segelt Fuchs nach Spitzbergen, um dort ein einwöchiges internationales Jugendcamp abzuhalten. Die Schüler aus fünf Nationen erhalten vor Ort einen Einblick in den Klimawandel, Fuchs führt anschließend Untersuchungen an der Eiskante durch und umrundet Svalbard, reist dabei auf den Spuren der Schröder-Stranz-Expedition von 1912/13 und findet Relikte der einst tragisch geendeten Expedition.

Arved Fuchs im Internet: http://www.arved-fuchs.de   


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