Karl Unterkircher am Nanga Parbat verunglückt


Nach Sturz in Gletscherspalte gibt es kaum noch Hoffnung für den Südtiroler Bergsteiger ...

Quelle: www.karlunterkicher.com, STOL, www.mounteverst.net


Der Südtiroler Extrembergsteiger Karl Unterkircher ist während der Besteigung der Rakhiot Wand am 8.125 Meter hohen Nanga Parbat verunglückt. Er wollte gemeinsam mit Walter Nones and Simon Kehrer eine Neutour druch die bis dato unbestiegene Wand eröffnen.

Der 38-jährige Karl Unterkircher soll am 15.7.2008 auf einem Schneebrett abgerutscht und auf einer Höhe von ca. 6000 Metern in eine Gletscherspalte gestürzt sein. Walter Nones and Simon Kehrer versuchten die ganze Nacht über Karl zu retten, doch vergebens. Da sie nicht mehr durch die gefährliche Spaltenzone zurück konnten , müssen sie erst bis auf 7000 aufsteigen, um aus der Wand zu kommen. Sie sind dzt. selber in großer Gefahr.

Karl Unterkircher, der für Reinhold Messner der neue Stern am Bergsteigerhimmel war, hatte 2004 als erster Mensch den Everest und den K2 in einer einzigen Saison ohne Sauerstoff bestiegen. Mit Hans Kammerlander hatte Unterkircher 2007 den 7.350 Meter hohen Jasemba bezwungen, was vor ihnen noch niemandem gelungen war.

Verantwortungsbewusstsein und Furcht
Am 13.7. schrieb Karl in seinen blog: „Es ist der 13. Juli, ich liege in meinem Zelt und versuche ein Buch zu lesen. Aber ich kann mich nicht konzentrieren denn wie besessen haftet der Gedanke an diese Wand, diese Rakhiot-Wand. Diese verwunschene, zerklüftete Eiswand mit den vielen Gletscherspalten. Sie liegt genau in der Mitte und hindert unseren Aufstieg. In meinem Verantwortungsbewusstsein empfinde ich so etwas wie Furcht, ich denke oft an zu Hause, an meine Lieben. Das Beste, um sicher zu gehen und Unvorhergesehenes zu verhindern, wäre natürlich vom diesem Projekt auszusteigen.“ Nur einen Tag später kam es zum tragischen Absturz.

Heute soll eine großangelegte Rettungsaktion für die noch unerfahrenen Walter Nones and Simon Kehrer starten, bei der italienische Bergsteiger nach Pakistan fliegen und von dort ab Freitag mit einem Armehubschrauber die beiden aus der Wand (7000 m) bergen wollen.

Unsere Gedanken sind bei Silke Unterkircher und seinen drei Kindern, aber auch bei bei Walter und Simon, denen ein schwieriger Abstieg bevorsteht.

Weitere Infos im Internet: www.karlunterkircher.com



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